Verhandlungen nach der Volksabstimmung

Angebot für eigene Schulen an die Slowenen

Die Slowenen argumentierten:
“Das Gebiet, das sich nicht der slowenischen Volksgemeinschaft anschließt, würde man für deutsch erklären, eine ganze Menge von Gemeinden wäre weiterhin dem verderbenden Einfluss der volksfremden Schulen hilf- und rettungslos preisgegeben. Der politische Streit würde sofort aufs kirchliche Gebiet übertragen die deutsche Predigt und der deutsche Kirchengesang eingeführt. Diese Folgerungen müssen uns abschrecken.”

Und weiter:
“…. besser ist es, wir haben zunächst noch weiter nichts, als dass das slowenische Volk für immer stirbt.” Die Wiederholungen der Behauptungen von slowenischer Seite, Kärnten habe sein feierliches Versprechen vom 28. September 1920 nicht eingelöst, wurden nach dem 2. Weltkrieg immer häufiger. Dabei wurde bewusst verschwiegen, dass die Landesversammlung in dieser Frage mehrere Entschließungen beschlossen hat, die aber auf Grund der Territorialforderungen der Slowenen und somit der Teilung Kärntens nicht durchgeführt wurden.

So kam es zum Einzug einer neuen Legende in der Kärntner Zeitgeschichte, die auf Seite der Deutschkärntner ein neues Schuldgefühl gegenüber den Slowenen kultivieren sollte.

Literatur:
Valentin Einspieler, Verhandlungen über die der slowenischen Minderheit angebotene Kulturautonomie 1925-30 Verlag des Geschichtsvereins für Kärnten.